Das EU-Mercosur-Abkommen: ein historischer Schritt nach 26 Jahren Verhandlung 🤝 Seit dem 1. Mai 2026 wird der Handelsteil des EU-Mercosur-Abkommens vorläufig angewendet. Nach 26 Verhandlungsjahren ist damit einer der größten Wirtschaftsräume der Welt entstanden, mit über 700 Millionen Menschen und rund 20 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. 🧮 Rund 90 Prozent der gegenseitigen Zölle fallen schrittweise weg. Europäische Unternehmen könnten dadurch jährlich bis zu vier Milliarden Euro sparen. Der deutsche Mittelstand profitiert besonders, da über 70 Prozent der rund 12.500 deutschen Unternehmen mit Mercosur-Geschäft KMU sind. Schutzklauseln sichern gleichzeitig die europäische Landwirtschaft ab. Doch jenseits der Zolltarife ist das Abkommen auch geopolitisch wegweisend: China ist bereits heute wichtigster Handelspartner für Brasilien, Chile, Peru und Argentinien, die USA sichern sich unter Trump eigene Abkommen und privilegierten Zugang zu kritischen Rohstoffen in der Region. Für Europa und gerade für Deutschland geht es um neue Absatzmärkte und um den Zugang zu Kupfer, Lithium und Seltenen Erden, die für die Energiewende unverzichtbar sind. Handelt 🇪🇺 hier nicht, wenden sich die Partnerländer anderen Großmächten zu. Das Mercosur-Abkommen ist deshalb ein Baustein europäischer Souveränität in einer Welt, in der Rohstoffsicherheit zunehmend über strategische Handlungsfähigkeit entscheidet. Mehr dazu in der neuen Ausgabe https://lnkd.in/ebKhWBsg Auslandsinformationen
Ihr Text hat eine starke Brise Post- und Kolonialismus in sich…wer verhandelt 26 Jahre, wenn es ehrlich, partnerschaftlich und für alle Beteiligten fair zugeht? Erinnert mich ein bisschen an die Eroberung Südamerikas…GeoEpoche, Heft Nr. 71, Südamerika🌳