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EGGERS-Gruppe

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Baugewerbe

Tangstedt, Schleswig-Holstein 3.145 Follower:innen

Ein mittelständisches Bauunternehmen mit Tradition

Info

Als Familienunternehmen steht die EGGERS-Gruppe seit knapp 120 Jahren für Werte, die unsere Kunden und unsere Kollegen schätzen: Verbindlichkeit, hohe Qualität sowie ein respektvoller und ehrlicher Umgang miteinander. Mit über 850 Mitarbeitern an fünf Standorten sind wir eine feste Größe in Norddeutschland. EGGERS ist tätig im Erd- und Tiefbau, in den Bereichen Umweltsanierung, Kampfmittelsondierung, und Abbruch sowie im Bereich Straßen-, Kanal- und Rohrleitungsbau. Zum Angebot gehören ebenfalls die Produktion von Baustoffen, die Entsorgung von kontaminierten Böden, der Deponiebau, der Wasserbau, die Baugrunderkundung und der Marineservice sowie ein Container-Dienst. Unsere Geschäftsbereiche: • Erd- und Tiefbau • Umweltsanierung • Kampfmittelsondierung • Straßen-, Kanal- und Rohrleitungsbau • Abbruch • Baustoffe und Dienstleistungen • Container-Dienst Die Hauptsitze der EGGERS-Gruppe befinden sich in Tangstedt (Schleswig-Holstein) und Hamburg. Weitere Standorte liegen in Wittenberge, Herzfelde bei Berlin (beide Brandenburg) und Ibbenbüren (Nordrhein-Westfalen). Das Unternehmen verfügt über eigene Sand- und Kiesgruben, Bodenaufbereitungs- und Recyclinganlagen sowie Deponien. Wir fördern Talente! EGGERS unterstützt Menschen, die etwas erreichen wollen. Dabei ist jeder Berufsweg ganz individuell. Wir begleiten Sie gern und fördern Ihre Talente. Ein Grund, warum viele unserer Mitarbeiter schon lange im Unternehmen sind. Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten, die EGGERS bietet – kontaktieren Sie uns hier, per Telefon oder E-Mail. Impressum: https://www.eggers-gruppe.de/impressum

Branche
Baugewerbe
Größe
501–1.000 Beschäftigte
Hauptsitz
Tangstedt, Schleswig-Holstein
Art
Privatunternehmen
Gegründet
1907
Spezialgebiete
Erd- und Tiefbau, Umwelttechnik, Kampfmittelbergung, Straßen-, Kanal- und Rohrleitungsbau, Abbruch, Baustoffe und Dienstleistungen und Containerdienst

Orte

Beschäftigte von EGGERS-Gruppe

Updates

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    Die U5-Baustelle hat ihr Gesicht deutlich verändert. Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht – der Rohbau der zukünftigen Haltestelle ist abgeschlossen. Jetzt beginnt die nächste Bauphase: Die Baugrube wird Schritt für Schritt verfüllt. Sechs bis sieben Meter über dem Tunnel werden mit Sand verfüllt. Kies und Fleece dienen als Filter zur Wasserableitung. HOCHBAHN U5 Projekt GmbH

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    Während rechts und links der Verkehr über die Betonplatten rauscht, stehen in der Mitte der Fahrbahn zwei Teleskopbagger, die in aller Ruhe durch eine kleine Öffnung den Erdboden abtragen. Von außen betrachtet eine ganz normale Straßenbauszene. Nichts lässt erahnen, dass hier das derzeit „größte Loch der U5“, wie EGGERS-Projektleiter Jörn es formuliert, ausgehoben wird: Unter den gerade einmal 40 Zentimeter dicken Betonplatten geht es aktuell fast 20 Meter in die Tiefe. Seit 2024 ist der Technische Leiter der EGGERS Umwelttechnik, mit seinem Team auf dem Bauabschnitt der neuen U-Bahn-Linie namens Los 2 zugange, der im Auftrag der HOCHBAHN U5 Projekt GmbH von der ARGE U5 Ost Los 2 realisiert wird. Der Abschnitt reicht vom Startschacht in Alsterdorf über Steilshoop bis nach Bramfeld. Während im Los 1 vollständig in offener Bauweise gebaut wird, ist das Vorgehen hier differenzierter: Auf diesem Abschnitt entstehen lediglich die Haltestellen und Notausstiege in offener Bauweise. Dazwischen wird sich ab Herbst 2027 bis ins Jahr 2020 eine Tunnelvortriebsmaschine ihren Weg durch den Untergrund bahnen. Der Aushub der Haltestelle Barmbek Nord erfolgt unter den erwähnten Betonplatten, damit der Verkehr weiterfließen kann. Insgesamt drei „Kathedralen“ bilden die U-Bahnstation. Später entstehen hier Bahnsteige, Zugänge, Läden. Der Weg dorthin ist technisch aufwendig: Zunächst erfolgt der Aushub als klassischer Trockenaushub. Mit zunehmender Tiefe wächst allerdings der Druck des Grundwassers. Die verbleibenden Erdmassen reichen nicht aus, um den Untergrund zu stabilisieren, weshalb die Baugrube geflutet wird. Das Gewicht des Wassers verhindert, dass der Boden von unten nachgibt. Anschließend wird unter Wasser eine spezielle Betonsohle gegossen, die die Baugrube abdichtet und stabilisiert. Darauf entsteht später die Bodenplatte für die U-Bahn-Station. Die eigentliche Herausforderung ist jedoch der Boden selbst: „Wir haben hier sehr schwer lösbare Mergelschichten“, erklärt Jörn Hartmann. Mergel ist ein feinkörniges Sedimentgestein, das durch seine hohen Tonanteile extrem verdichtend wirkt. „So ein Boden ist uns in dieser Form noch nicht vorgekommen“, stellt Hartmann fest. Der 57-Jährige muss es wissen – ist er doch seit über 20 Jahren bei EGGERS und bringt reichlich Erfahrung aus Großprojekten wie der U4 in der HafenCity mit. Zum vollständigen Artikel geht hier: https://lnkd.in/euR7GBaJ

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    Sie gelten als Ewigkeitschemikalien: Sogenannte PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) begegnen uns täglich – etwa in Teflonpfannen, Outdoor-Kleidung, Backpapier oder Zahnseide. Das Problem: Sie bauen sich kaum ab. Seit einem Jahr untersucht die TerraCon in einer Testanlage in Wittenberge, wie sich PFAS-belastete Böden künftig effizient behandeln lassen. Die Idee: Da PFAS wasserlöslich sind, sollen sie mithilfe einer Bodenwaschanlage aus dem Boden herausgelöst werden – ähnlich wie Schmutz in einer Waschmaschine. Anstoß gab das ehemalige Flughafengelände Tegel in Berlin, auf dem Wohnungen entstehen sollen. „Gerade an solchen Standorten gibt es massive PFAS-Belastungen – Teile des Areals sind zudem Trinkwassereinzugsgebiete“, so Fitzner. Nachdem die Schädlichkeit von PFAS erkannt wurde, wurden Grenzwerte verschärft und Behörden forderten Entsorger auf, geeignete Lösungen zu entwickeln. „So kam Wittenberge ins Spiel“, erklärt Troschke. Die EGGERS-Gruppe betreibt dort seit mehr als 20 Jahren eine Bodenwaschanlage. Diese Infrastruktur bot ideale Voraussetzungen für den Aufbau einer PFAS-Testanlage. Im Frühjahr 2025 wurde die Versuchsanlage installiert; bis Ende Mai 2026 wurden unterschiedlich belastete Böden im Testbetrieb gewaschen. Die Ergebnisse zeigen: PFAS-belastete Böden lassen sich durch Bodenwäsche behandeln. Die Anlage trennt sandige Bestandteile von feinen Bodenanteilen. Die Schadstoffe konzentrieren sich überwiegend im Feinkorn, während ein Großteil des Sandes wiederverwertet werden kann. „Bei sandigen Böden können wir rund 80 Prozent als gereinigtes Material zurückgewinnen“, sagt Fitzner. Dadurch verringern sich die Mengen, die thermisch behandelt oder deponiert werden müssen, deutlich. Doch was geschieht mit dem kontaminierten Waschwasser? „Der Standard ist Aktivkohle“, erläutert Fitzner. PFAS lagern sich daran an, allerdings werden dafür große Mengen benötigt. Daneben werden weitere Verfahren untersucht, etwa der Einsatz von Polymeren beziehungsweise Flockungsmitteln, an die sich PFAS ebenfalls binden. Für das Projekt stand vor allem die technische Umsetzbarkeit im größeren Maßstab im Fokus. Vollständig PFAS-frei werden belastete Böden häufig nicht sein. Ziel ist es vielmehr, die Belastung so weit zu reduzieren, dass das Material entsprechend der im PFAS-Leitfaden des Bundesumweltministeriums definierten Verwertungsklassen wieder genutzt werden kann. Geplant ist nun der Bau einer Anlage mit einer Jahreskapazität von 100.000 bis 120.000 Tonnen. Wittenberge bietet dafür ausreichend Platz und kann aufgrund seiner Infrastruktur Nord-, West- und Ostdeutschland bedienen. Die Ergebnisse der Testanlage zeigen, dass die Bodenwäsche künftig ein wichtiger Baustein bei der Behandlung PFAS-belasteter Böden sein kann – und EGGERS dabei eine aktive Rolle übernimmt.

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    PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) umfassen etwa 15.000 chemische Verbindungen. Sie werden wegen ihrer vielseitigen Eigenschaften häufig eingesetzt, sind jedoch kaum abbaubar und belasten Umwelt und Gesundheit. Was genau hinter diesen Stoffen steckt und warum sie kritisch bewertet werden, erklärt der Umweltchemiker Ralf Ebinghaus vom Helmholtz-Zentrum Hereon im Interview. 𝗪𝗮𝘀 𝗺𝗮𝗰𝗵𝘁 𝗣𝗙𝗔𝗦 𝗮𝘂𝘀? Alle PFAS haben eines gemeinsam: eine extrem stabile Kohlenstoff-Fluor-Bindung. Das ist die stärkste Bindung in der organischen Chemie. Sie sorgt für extreme Stabilität, aber auch dafür, dass diese Stoffe praktisch nicht abgebaut werden – daher der Begriff „Ewigkeitschemikalien“. Gleichzeitig reichern sie sich in Organismen an, insbesondere in Leber und Blut. 𝗪𝗼 𝗯𝗲𝗴𝗲𝗴𝗻𝗲𝗻 𝘂𝗻𝘀 𝗣𝗙𝗔𝗦 𝗶𝗺 𝗔𝗹𝗹𝘁𝗮𝗴? Fast überall. Es gibt hunderte Einsatzbereiche – von Textilien über Verpackungen bis hin zu Medizinprodukten. Besonders verbreitet sind sie dort, wo Materialien wasser-, fett- oder schmutzabweisend sein sollen oder extremen Bedingungen standhalten müssen, etwa in der Automobilindustrie oder bei Feuerlöschschäumen, bei Polstern oder Teppichen. 𝗚𝗶𝗯𝘁 𝗲𝘀 𝘁𝘆𝗽𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗕𝗲𝗹𝗮𝘀𝘁𝘂𝗻𝗴𝘀𝘀𝗰𝗵𝘄𝗲𝗿𝗽𝘂𝗻𝗸𝘁𝗲? Ja, vor allem rund um Industrieanlagen, Militärflughäfen oder Orte, an denen PFAS-haltige Feuerlöschschäume eingesetzt wurden. Dort können hohe Konzentrationen im Boden und Grundwasser auftreten. Böden wirken dabei wie ein Gedächtnis: Einmal eingetragen, bleiben die Stoffe über Jahrzehnte erhalten und werden langsam freigesetzt. 𝗪𝗲𝗹𝗰𝗵𝗲 𝗴𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗵𝗲𝗶𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗥𝗶𝘀𝗶𝗸𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗵𝗲𝗻 𝘃𝗼𝗻 𝗣𝗙𝗔𝗦 𝗮𝘂𝘀? PFAS können das Immunsystem schwächen, den Hormonhaushalt beeinflussen und stehen im Zusammenhang mit Lebererkrankungen und bestimmten Krebsarten. Auch Stoffwechselprozesse wie Cholesterin- oder Insulinregulation können gestört werden. 𝗪𝗶𝗲 𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻 𝘄𝗶𝗿 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲 𝗦𝘁𝗼𝗳𝗳𝗲 𝗮𝘂𝗳? Der wichtigste Aufnahmeweg ist die Nahrung, insbesondere tierische Produkte. Trinkwasser spielt vor allem in belasteten Regionen eine Rolle. Ein eindrückliches Beispiel: Bereits mit 125 Gramm Wildschweinleber ist die empfohlene Jahresdosis an PFAS erreicht. 𝗪𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗲𝗵𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝗭𝘂𝗸𝘂𝗻𝗳𝘁 𝗮𝘂𝘀 – 𝘄𝗶𝗿𝗱 𝗲𝘀 𝘀𝘁𝗿𝗲𝗻𝗴𝗲𝗿𝗲 𝗥𝗲𝗴𝗲𝗹𝗻 𝗴𝗲𝗯𝗲𝗻? Davon ist auszugehen. In der EU gibt es bereits konkrete Vorschläge, die gesamte PFAS-Stoffgruppe stark zu beschränken. Das könnte ein entscheidender Schritt sein – nicht nur für den Umweltschutz, sondern auch als Innovationsmotor. Schon heute zeigt sich: Allein die Ankündigung strengerer Regeln hat die Entwicklung von Alternativen deutlich beschleunigt. Für rund 75 Prozent der Anwendungen gibt es bereits Lösungen, etwa bei Feuerlöschschäumen. In der Automobilindustrie wird am Einsatz von Lithium-Eisenphosphat-Akkus als Ersatz für Lithium-Ionen-Akkus gearbeitet. Gleichzeitig entsteht ein dynamischer Markt für Sanierungstechnologien.

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    Man könnte sie als eine Randaufgabe von essentieller Bedeutung bezeichnen: die kontrollierte Grundwasserhaltung. Da das Grundwasser bei vielen Bauvorhaben höher liegt als die geplante Baugrube, könnte ohne sie nicht gebaut werden. Unsere Bauleiter Willy und Frederik der EGGERS Umwelttechnik erklären, wie sie funktioniert.

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    Sensation auf der U5-Baustelle in Bramfeld Täglich geht es beim Bau der U5 tief ins Erdreich – und trotz präziser Baugrunderkundungen entlang der geplanten U5-Strecke, hält der Untergrund immer wieder Überraschungen bereit. So auch auf der Baustelle in Bramfeld, wo die künftige Start- und Endhaltestelle der neuen Hamburger U-Bahn-Linie entsteht: Beim Ausheben der Baugrube ist das Team in rund sieben Metern Tiefe auf einen Findling gestoßen. Nach ersten Untersuchungen durch das Geologische Landesamt steht fest: 🕰️ Mehrere Millionen Jahre alt 📏 rund 8 Kubikmeter groß (3,2m x 2,5m x 2,1m) ⚖️ etwa 22 Tonnen schwer Nach Schätzung des Geologischen Landesamts wurde der Granitstein in der Saale-Eiszeit vor rund 200 000 Jahren mit dem Gletscher nach Hamburg transportiert. Und damit so schützenswert, dass er aus der Baugrube geborgen wurde. Eine Aufgabe, die auch bei einem Großbauprojekt wie der U5 nicht alle Tage vorkommt und die Kolleginnen und Kollegen vor eine besondere technische und logistische Herausforderung gestellt hat. In Zusammenarbeit mit der ARGE U5 Ost Hamburg Los 2 (ZÜBLIN und Wayss & Freytag Ingenieurbau AG) sowie SEELAND gelang der Erfolg: Mithilfe eines mobilen Krans und massiven Stahlketten wurde der Findling heute Morgen geborgen. Damit ist Hamburg nun um ein Naturdenkmal reicher: Nach dem „Alten Schweden“ an der Elbe sowie zwei weiteren Findlingen in Othmarschen und Harburg handelt es sich um den bislang viertgrößten Findling in der Hansestadt. Und um den ersten, der seit 25 Jahren überhaupt gefunden wurde. Aktuell wird das Geotop auf der Baustelle in Bramfeld zwischengelagert. In Abstimmung mit der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) und dem Bezirksamt Wandsbek werden nun die weiteren Schritte abgestimmt. Fest steht: Dieses Fundstück wird Hamburg als Naturdenkmal erhalten bleiben. Ein großer Dank an alle Beteiligten für diese beeindruckende Teamleistung! 🏗️💪🪨

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    Ein Blick in die Geschichte zeigt: Viele der ersten mechanischen Bagger im 19. Jahrhundert arbeiteten mit Seiltechnik. Heute dominieren Hydraulikbagger den Baustellenalltag, doch Seilbagger sind keineswegs verschwunden. Sie kommen vor allem dort zum Einsatz, wo Hydraulikbagger an ihre Grenzen stoßen. Ein gutes Beispiel ist die Schleppschaufel: Sie eignet sich besonders für die Unterwassergewinnung von Kies und für die Bewegung großer Materialvolumen. Ein weiterer Vorteil liegt in der enormen Reichweite – Seilbagger können Kies aus 30 bis 60 Metern Entfernung gewinnen. Gerade in diesen spezialisierten Anwendungen zeigt sich, dass bewährte Technik auch heute noch eine entscheidende Rolle spielt.

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    𝗙𝗿𝗮𝘂𝗲𝗻, 𝗱𝗶𝗲 𝗯𝗲𝘄𝗲𝗴𝗲𝗻: 𝗦𝗼𝗽𝗵𝗶𝗲, 𝗟𝗞𝗪-𝗙𝗮𝗵𝗿𝗲𝗿𝗶𝗻 𝗯𝗲𝗶𝗺 𝗖𝗼𝗻𝘁𝗮𝗶𝗻𝗲𝗿-𝗗𝗶𝗲𝗻𝘀𝘁 𝗘𝗚𝗚𝗘𝗥𝗦 & 𝗦𝗼𝗵𝗻 Sophie ist LKW-Fahrerin beim Container-Dienst EGGERS & Sohn GmbH. Sie hat vor anderthalb Jahren ihren LKW-Führerschein gemacht und anschließend bei EGGERS angefangen. Bereits als Kind wusste sie, dass sie LKW fahren wollte. Bei EGGERS ist sie die einzige Fahrerin. „Es wäre gelogen, wenn ich nicht sagen würde, dass einige Kollegen – nicht direkt aus unserer Firma, sondern von anderen Firmen – schon komisch gucken, wenn eine Frau angefahren kommt. So nach dem Motto: ‚Schafft sie das?‘“. Bei EGGERS habe es aber nie Probleme gegeben. Trotzdem wünsche sie sich auch weibliche Kolleginnen. „Das ist natürlich schon schön, wenn man jemanden hat, der quasi genau das Gleiche tut, der die Probleme kennt, es gibt Sachen, die für Frauen tatsächlich den Beruf, meiner Meinung nach, ein bisschen komplizierter machen, als für Männer.“ Zum Beispiel die Toiletten. Da fange man an, sich Orte auf den Routen zu notieren, die sich für einen Toilettengang eignen. Es gebe aber auch Vorteile. Als Frau, habe sie einen freundlicheren und weicheren Umgangston. So komme sie leicht mit jedem ins Gespräch. Das Beste an ihrem Job: die Selbstbestimmtheit, am Steuer könne sie selbst bestimmen. Auch die Abwechslungen im Straßenverkehr und auf den Baustellen seien immer spannend.

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    An der Kieler Schleuse entstehen zwei neue Schleusenkammern – doch zunächst muss das Areal auf Kampfmittel untersucht werden. Jan, Oberbauleiter bei der EGGERS Kampfmittelbergung, erzählt, welche Herausforderungen der Einsatz mit sich bringt. 𝗪𝗮𝘀 𝗽𝗮𝘀𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁 𝗱𝗲𝗿𝘇𝗲𝗶𝘁 𝗶𝗻 𝗞𝗶𝗲𝗹-𝗛𝗼𝗹𝘁𝗲𝗻𝗮𝘂? Wir sondieren das Umfeld der Kieler Schleuse – vor allem die Böschungen und den Übergang von Land zu Wasser. Das Wasserstraßenneubauamt Nord-Ostseekanal möchte dort für die beiden kleinen Schleusenkammern, die nicht mehr in Betrieb sind, ein Ersatzbauwerk errichten. Dafür müssen die Flächen kampfmittelfrei sein. 𝗪𝗶𝗲 𝗹ä𝘂𝗳𝘁 𝘀𝗼 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝘀𝘂𝗰𝗵𝘂𝗻𝗴 𝗶𝗺 𝗪𝗮𝘀𝘀𝗲𝗿 𝗮𝗯? Zuerst räumen wir oberflächliche Verdachtspunkte weg, die bereits sondiert wurden. Das sind alles potenzielle Kampfmittel, die sich bisher jedoch überwiegend als verlorene Schiffsteile, Fahrräder oder Kabel erwiesen haben. Vor Schleusen sammelt sich häufig diverser Schrott an. Dann folgt die Druckpunktsondierung: Dabei wird eine dünne Messsonde in den Untergrund gedrückt, ohne dabei Boden zutage zu fördern. Das ist sehr effektiv und erfordert keine Nachbearbeitung. So lässt sich messen, ob sich in tieferen Schichten größere Kampfmittel befinden. Des Weiteren sind wir für den Sediment-Abtrag inklusive Beprobung zuständig. Insgesamt sind drei verschiedene EGGERS Firmen involviert: Kampfmittelbergung, Umwelttechnik und Abbruch. 𝗗𝗮𝘀 𝗸𝗹𝗶𝗻𝗴𝘁 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝘃𝗶𝗲𝗹 𝗧𝗲𝗰𝗵𝗻𝗶𝗸 – 𝘄𝗲𝗹𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗚𝗲𝗿ä𝘁 𝗶𝘀𝘁 𝗶𝗺 𝗘𝗶𝗻𝘀𝗮𝘁𝘇? Nahezu unsere gesamte Marineausrüstung: die große Jack-Up-Plattform Helgoland, die kleinere KMB1, das Mehrzweckschiff Düne sowie diverse Arbeitsboote. Zudem ein CAT 374-Langarmbagger, ein CAT 966-Radlader und neuerdings ein 50-Tonnen-Hitachi, der ein altes Unterwasserbauwerk abtragen soll. Denn zur Überraschung aller sind wir auf eine massive Mauer gestoßen: zwei Meter breit, vier Meter hoch und über 100 Meter lang. Sie taucht in keiner Zeichnung auf, niemand weiß, wofür sie gebaut wurde. Aber genau dort soll später ein Anleger entstehen – weshalb wir die oberen 1,5 Meter abnehmen werden. 𝗞𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻 𝗧𝗮𝘂𝗰𝗵𝗲𝗿 𝘇𝘂𝗺 𝗘𝗶𝗻𝘀𝗮𝘁𝘇? Nur in Ausnahmefällen, es wird immer mehr ohne Taucher gelöst. Stattdessen arbeiten wir vermehrt mit KI-gestützten Unterwasserrobotern und -kameras oder unserem modernen Octopus-Tool. 𝗪𝗶𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝘀, 𝗯𝗲𝗶 𝗹𝗮𝘂𝗳𝗲𝗻𝗱𝗲𝗺 𝗦𝗰𝗵𝗶𝗳𝗳𝘀𝘃𝗲𝗿𝗸𝗲𝗵𝗿 𝘇𝘂 𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻? Das ist tatsächlich die größte Herausforderung. Der Nord-Ostsee-Kanal ist stark frequentiert, die Schiffe haben stets Vorrang. Unsere Arbeiten dürfen den Betrieb nicht beeinträchtigen. Der weltweite Schiffsverkehr ist so automatisiert und optimiert, dass Schiffe teils spontan ihren Kurs ändern, um woanders Ladung aufzunehmen. Auch bei Gefahrguttransporten müssen wir pausieren. Um Stillstand zu vermeiden, sind unsere Arbeiten so getaktet, dass wir bei Stopps nach Möglichkeit andere Tätigkeiten ausführen.

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